Immobilien als Kapitalanlage

Immobilien als Kapitalanlage

Die Investition in einer Immobilie als Kapitalanlage erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Denn im Erfolgsfall ist der Ertrag aus einer Anlageimmobilie wesentlich höher als bei vielen anderen Anlageformen.

Nicht zuletzt war die Wirtschaftskrise der Nuller Jahre für diese Entwicklung maßgebend. In reale Werte zu investieren liegt wieder im Trend, da sich Investitionen in klassische Kapitalanlagen wie Anleihen oder Aktien oft als nicht rentabel erwiesen haben. Zudem sind die den klassischen Kapitalanlagen zugrunde liegenden Marktprozesse für den Normalverbraucher häufig undurchschaubar.

Eine Grundvoraussetzung für Investitionen in Immobilien ist ein sicherer Arbeitsplatz oder vorhandenes Eigenkapital. Da die Zinsen derzeit so niedrig sind wie noch nie, können Sie ein entsprechendes Darlehen bei einer Bank zu besonders günstigen Konditionen in Anspruch nehmen.

Experten sprechen von einem Aufholprozess, der auf dem deutschen Immobilienmarkt zu beobachten ist. Der Wirtschaftsstandort Deutschland führt immer häufiger dazu, dass das vorhandene Angebot an Wohnungen auf dem Wohnungsmarkt nicht ausreicht, um die eigentliche Nachfrage zu decken.

 

Mit welcher Rendite ist es zu rechnen?

Sie können den Schätzungen von Experten zufolge mit einer Rendite von mindestens 4% rechnen. Wenn Sie die Investition besonders strategisch angehen und geschickt wirtschaften, lasse sich dieser Wert bei der aktuellen Marktkonjunktur sogar bis hin zu 8% verdoppeln.

 

Welche Vor- und Nachteile haben Immobilien als Kapitalanlage?

Selbstverständlich birgt auch diese Anlageform wie jede andere Investition gewisse Risiken. Ob sich die Investition langfristig lohnen wird, hängt sowohl von der Objektentwicklung als auch von der Objektlage. Darum ist es umso wichtiger, dass Sie sich bei der Planung Ihres Vorhabens Standortinformationen einholen und auf Erfahrungswerte von Gutachtern zurückgreifen können.

Von diesem gewissen Restrisiko jedoch abgesehen, gilt diese Anlageform als besonders solide. Da Sie mit dem Immobilienerwerb in reale Werte investieren, lassen sich aufgrund der bisherigen Entwicklungen der Objektlage relativ zukunftssichere Prognosen erstellen, so dass die Renditeerwartungen mit hoher Genauigkeit berechnet werden können.

Da die Zinsen für Bauspardarlehen seit 2015 einen seltenen Tiefstand erreicht haben, scheint diese Investitionsform aktuell besonders attraktiv.

Ein weiterer Vorteil dieser Anlageform ist, dass Sie abhängig von Ihrem Eigenkapital und Ihrer Risikobereitschaft zwischen diversen Immobilienformen wählen können. Beispielsweise Single-Wohnungen in Großstädten, die als besonders krisensicher gelten und eine stetige jedoch mäßigere Rendite versprechen oder Gewerbeimmobilien, die höheren Marktschwankungen unterliegen, auf der anderen Seite jedoch hohe Renditechancen bieten.

Nicht zuletzt bietet der Immobilienerwerb als Kapitalanlage ein enormes Mitgestaltungspotential, mit dem viele der klassischen Anlageformen nicht mithalten können. Dabei haben Ihre Entscheidungen und Ihr Zutun direkte Auswirkungen auf den Investitionserfolg und auf die Objektentwicklung. Beginnend mit der Wahl der Objektart, die Auswahl der Immobilie, die Entscheidungen über Pflege- und Renovierungsarbeiten und gegebenenfalls die erfolgreiche Kommunikation mit der Eigentümergemeinschaft. Durch die Bindung an Ihrem Investitionsprojekt bleiben Sie stets auf dem Laufenden und können auf diese Weise rechtzeitig auf Probleme reagieren und auf Zukunftstendenzen des Objekts im Voraus reagieren.

 

Mit welchen Folgekosten sollte ich rechnen?

Sofern Sie sich aus Ihrer Investition einen langfristigen Ertrag erhoffen, was bei dieser Anlageform üblicherweise der Fall ist, sollten Sie sich die bewährte Formel vor Augen halten, mit der sich ein solch voraussichtlicher Kostenaufwand prognostizieren lässt. Diese besagt, dass die Renovierungs- und Werterhaltungskosten innerhalb eines 30-Jahre-Zeitraums in etwa der Höhe des ursprünglichen Kaufpreises entsprechen.

 

Welche Vor- und Nachteile bieten die verschiedenen Immobilienformen?

  • Einfamilien- beziehungsweise Doppelhäuser haben in der Regel eine kleinere Rendite. Da diese Objekte meist einen Grundstücksanteil haben. Senkt dieser die zu erwartenden Rendite. Auf der anderen Seite kann der Grundstücksanteil beim späteren Verkauf den Wert der Immobilie erhöhen. Mehrfamilienhäuser bringen eine höhere Rendite, besonders empfehlenswert ist es, falls Ihr Eigenkapital es zulässt, ein gesamtes Mehrfamilienhaus zu erwerben. Auf dieser Weise gehen Sie eventuellen Unstimmigkeiten mit der Eigentümergemeinschaft aus dem Weg und können Modernisierungsmaßnahmen unkomplizierter einleiten.
  • Der Kauf einzelner Wohnungen in Großstädten verspricht oft eine hohe Rendite, trotzdem ist es hier aufgrund der höheren Mieterfluktuation des Öfteren mit Leerständen zu rechnen, außerdem sollte ein enger Kontakt mit der Eigentümergemeinschaft gepflegt werden.
  • Gewerbeimmobilien gelten als weniger sichere Anlageobjekte, dafür sind sie eine lukrative Investitionsmöglichkeit für Anleger, die Wert auf höhere Renditechancen legen. Ein umfassendes Standortgutachten und Expertenschätzungen hinsichtlich der Objektentwicklung sind bei dieser Anlageform besonders wichtig. Von einer Konzentration des Kapitals auf dieser Immobilienform wird neuen Anlegern häufig abgeraten, nichtsdestotrotz sollten erfahrene und solvente Anleger von Gewerbeimmobilien nicht absehen, da das höhere Risiko im Erfolgsfall auch mit einer höheren Rendite einhergeht.
  • Immobilienfonds bieten den Vorteil der Risikostreuung auf diverse Anlageobjekte, zudem muß der Anleger sich nicht um die Verwaltung der Objekte kümmern. Dadurch entfallen jedoch viele Vorteile der direkten Immobilieninvestition sowie die Mitwirkungsmöglichkeit. Viele Immobilienfonds haben sich während des Wirtschaftstiefs der Nullerjahre nicht als krisensicher erwiesen, zudem ist das Angebot der Investmentfonds für den unerfahrenen Anleger oft unübersichtlich. Dadurch ist es für das ungeübte Auge oft schwer, bei der Vielzahl an Angeboten, ein erfolgversprechendes Gesamtpaket zu identifizieren.
  • Eine besondere Anlageform von Immobilien als Kapitalanlage ist der Erwerb eine Denkmalimmobilie. Dabei können Modernisierungskosten für einen Zeitraum von 12 Jahren steuerlich abgeschrieben werden, was für viele Anleger ein besonderer Anreiz für den Erwerb dieser Anlageform darstellt.
Immobilien als Kapitalanlage
4.3 (86.67%) 6 votes